Brauchen Wir Beamte? Eine Analyse der Daseinsvorsorge
Die zentrale Fragestellung dieser Episode dreht sich um die Notwendigkeit und die Rolle von Beamten in der modernen Gesellschaft. Dan Bauer und Nils Brechbühler analysieren die gängigen Klischees über Beamte, die oft als langsam und ineffizient wahrgenommen werden, und setzen sich kritisch mit der aktuellen Struktur des Beamtentums auseinander. Sie diskutieren, ob das bestehende System den Anforderungen einer sich rasch verändernden Welt noch gerecht werden kann, und beleuchten dabei sowohl die Vorzüge als auch die Herausforderungen, die sich aus der Beamtenlaufbahn ergeben. In Anlehnung an aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen wird auch die Frage aufgeworfen, ob das Beamtentum als Institution reformiert werden sollte, um eine höhere Effizienz und Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten. Abschließend wird festgestellt, dass trotz aller Kritik an der gegenwärtigen Praxis das Beamtentum als solches eine wesentliche Rolle im Staatswesen spielt. Die Diskussion über die Notwendigkeit von Beamten in der modernen Gesellschaft nimmt in dieser Episode eine zentrale Rolle ein. Die Gesprächspartner Dan Bauer und Nils Brechbühler setzen sich mit der aktuellen Debatte auseinander, die durch einen Artikel von Martin Werding, einem Mitglied des Sachverständigenrates für Wirtschaft, angestoßen wurde. Werding plädiert für eine Novellierung des Beamtentums, insbesondere in Anbetracht der Herausforderungen, vor denen der öffentliche Dienst steht. Die beiden Moderatoren reflektieren über die Klischees, die oft mit Beamten assoziiert werden, und hinterfragen die gängigen Annahmen über deren Effizienz und Flexibilität. Dabei wird deutlich, dass das Bild des langsamen und unbeweglichen Beamten nicht der Realität entspricht, da viele Beamte sich mit großer Hingabe ihrer Arbeit widmen. Es ist jedoch auch klar, dass die Strukturen des Beamtentums in der heutigen dynamischen Welt einer dringenden Überprüfung bedürfen, um wettbewerbsfähig und zeitgemäß zu bleiben.
Takeaways:
- In der aktuellen Diskussion über die Rolle von Beamten wird deutlich, dass ihr Einfluss auf die Daseinsvorsorge des Staates von entscheidender Bedeutung ist.
- Der Podcast beleuchtet die Herausforderungen, die das Beamtentum in einer sich schnell verändernden Gesellschaft mit sich bringt.
- Es besteht eine Notwendigkeit, die Vergütung und die Arbeitsbedingungen von Beamten zu evaluieren, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden.
- Die Diskussion um das Beamtentum wirft grundlegende Fragen zur Effizienz und Anpassungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung auf.
- Es wird argumentiert, dass Beamte in Krisenzeiten eine wertvolle Ressource sind, die für Stabilität und Ordnung sorgt.
- Der Podcast thematisiert das Spannungsfeld zwischen Beamtenstatus und der Notwendigkeit, moderne Arbeitsstrukturen zu schaffen.
Moderatoren
Dan Bauer ist ein einflussreicher Impact-Entrepreneur und Multi-Unternehmer mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung, der sich der digitalen Transformation und nachhaltigen Innovation verschrieben hat. Er ist bekannt für seine führende Rolle in verschiedenen hochrangigen Gremien, darunter der Senat der Wirtschaft Deutschland und der EU. Als Kommissionsvorsitzender im Senat ist erster Ansprechpartner für die digitale Transformation. Bauer hat bedeutende Initiativen wie das IPDR Forum, die bootstrap academy oder die Mission TOP 5 ins Leben gerufen und wirkt als Autor und Herausgeber bei Springer Gabler. Seine Projekte und sein Engagement in der Förderung von Wissen und digitaler Kompetenz machen ihn zu einem Schlüsselakteur in der Gestaltung der deutschen und europäischen Wirtschaftslandschaft.
Dan bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/danbauerofficial/
Nils Brechbühler ist Geschäftsführer der Brechbühler GmbH und Experte für digitale Transformation im öffentlichen Sektor. Er verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung in Führungspositionen und als Projektmanager in der öffentlichen Verwaltung, IT-Dienstleistungsunternehmen und Beratungsfirmen. Brechbühler begann seine Karriere in einer Stadtverwaltung und arbeitete später für einen kommunalen IT-Dienstleister sowie einen Fachverfahrenshersteller. Seit 2022 ist er als selbstständiger Berater tätig und unterstützt öffentliche Behörden und Beratungsunternehmen bei Transformationsprozessen.
Nils bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/nilsbrechbuehler/
Besuche unsere Website für weitere Informationen und Ressourcen zur Digitalisierung im öffentlichen Dienst: https://fortschrittcenter.de/. Abonniere unseren Podcast, um keine Episode zu verpassen, und hinterlasse eine Bewertung auf deiner bevorzugten Podcast-Plattform!
_______________________________________________
Impressum: https://www.fortexa.de/impressum/
Transcript
Brauchen wir eigentlich Beamte?
Speaker A:Herzlich willkommen bei Kanzler, unserem Podcast zur Veränderung im Staatswesen.
Speaker A:An meiner Seite wieder der geschätzte Hobbyhandwerker, jetzt neu akuter Brillenträger.
Speaker A:Ich finde, du hast eine neue Brille.
Speaker A:Sonstiger Modernisierer der Wirtschaft und des Staates.
Speaker A:Habe ich das nicht schön angekündigt?
Speaker B:Danke.
Speaker B:Genau das ist es.
Speaker B:Ich bin der Modernisierer.
Speaker B:Absolut, absolut, keine Frage.
Speaker B:Mittlerweile werde ich auch angekündigt auf Bühnen mit das letzte, was ich angekündigt wurde von der Moderatorin war, Das ist der Nummer 1 Ansprechpartner für Fortschritt in Deutschland.
Speaker B:Okay, ich habe hier nicht vorgegeben, wenn ich so angekündigt werde, ich kaufe.
Speaker B:Das finde ich gut.
Speaker A:Das finde ich gut.
Speaker A:Ich sag mal, mein Credo ist ja auch immer, das meiner Firma ist ja immer Fortschritt vor Planung ist auch schön.
Speaker A:Ja, ich habe letztens auch einen schönen, Ich weiß gar nicht, wo das war, da hat jemand gesagt oder sinngemäß darüber gesprochen, wenn du wirklich Geschwindigkeit aufnimmst und Fortschritt erzielst, dann kannst du gar keine Kontrolle haben.
Speaker A:Das ist wie beim Auto, du verlierst irgendwann die Kontrolle, aber das ist auch gut so.
Speaker B:Exakt, genau.
Speaker B:Ja, richtig.
Speaker B:Finde ich auch.
Speaker A:Ich weiß jetzt nicht, wie ich den.
Speaker B:Geschwindigkeit brauchen wir noch Beamte.
Speaker B:Also Geschwindigkeit ist ja vielleicht ein Thema, weil let's face it.
Speaker B:Beamten wirft man ja doch eher vor, langsam zu sein, einfältig zu sein und so weiter, was natürlich nicht stimmt.
Speaker B:Aber das ist ja das Klischee da draußen.
Speaker B:Deswegen ist die Brauchen wir Beamte?
Speaker B:Diese Frage kocht ja ernsthaft hoch gerade.
Speaker A:Die kocht gerade ernsthaft hoch.
Speaker A:Und ich beziehe mich auf einen Artikel aus dem Handelsblatt, ganz aktuell, 17.
Speaker A:September von einem der Wirtschaftsweisen, nämlich Martin Werding.
Speaker A:Martin Werding ist im Sachverständigenrat für die Wirtschaft tätig und gleichzeitig auch noch, ich muss kurz nachlesen, Professor für öffentliche Finanzen in Bochum und ist selber auch Beamter als Professor.
Speaker A:Also gibt ja die Beamtenprofessur, kennen wir in den W Besoldungsgruppen, vielleicht der eine oder andere Zuhörer wird das kennen.
Speaker A:Dann gibt es noch im allgemeinen Dienst die A Besoldung oder B Besoldung.
Speaker A:Richter haben die R Besoldung.
Speaker A:Also es gibt halt verschiedene Arten des Beamtenstatus und er plädiert dafür, dass generell das Thema des Beamtentums zu novellieren ist.
Speaker A:Und da jetzt meine ganz ketzerische vielleicht Eingangsfrage, lieber Dan, ist das Beamtentum für dich ein Auslaufmodell, was den Staat eigentlich eher unbeweglicher macht als beweglich?
Speaker B:Persönliche Meinung?
Speaker B:Absolut nicht als Modell, aber absolut in dem, wie es gerade gemacht wird.
Speaker B:Also wie es gerade gemacht wird, beziehe ich mich auf unsere vorletzte Folge, wo wir einfach mal das Organigramm des neuen Digitalministeriums durchgegangen sind und ja auch feststellen müssen, dass da Beamte dahinter sitzen.
Speaker B:Korrekt.
Speaker B:So nicht.
Speaker B:Also da brauchst du nach unserer Auffassung dieser vorletzten Folge vielleicht fünf Prozent von und sind sinnvoll.
Speaker B:Das heißt aber nicht, dass das gesamte System nicht sinnvoll ist.
Speaker B:Also ich finde es absolut sinnvoll und ich schaue mir das an.
Speaker B:Wir sind hier gerade umgezogen.
Speaker B:Ich schaue mir einfach die Verwaltung hier in meiner Gemeinde an.
Speaker B:Das ist auch Beamte, die sind so putzig, wirklich, die sich Mühe geben, die sich da, also wirklich, habe ich ganz selten so wahrgenommen vorher.
Speaker B:Ich glaube, dass die eine absolute Berechtigung in ihrem Modell haben.
Speaker B:Aber wir müssen ganz ernsthaft disruptieren, weil wenn sich die ganze Wirtschaft komplett disruptiert, dann kann es nicht sein, dass das Beamtentum da völlig unberührt ist, weil das passt nicht zur Gesellschaft.
Speaker B:Das muss ja beides irgendwie in Hand in Hand gehen.
Speaker B:Ich glaube auch, das ist das Missverständnis oder das Missverhältnis, das gerade gebildet wird.
Speaker B:Aber das stellt nicht das System an sich in Frage, finde ich.
Speaker B:Wie ist es bei dir?
Speaker A:Ja, ich glaube, wir müssen da noch mal so, ich würde noch mal so ein bisschen aus Staatssicht ausholen.
Speaker A:Es gibt ja nicht den klassischen Beamten, sondern ich bin ja auch ehemaliger Kommunalbeamter und es gibt ja verschiedene Laufbahnen auch.
Speaker A:Also ich komme zum Beispiel aus dem gehobenen nicht technischen allgemeinen Verwaltungsdienst.
Speaker A:Jetzt gibt es, ich glaube, bestimmt über 100 weitere sogenannte Laufbahngruppen, die wir einfach im Staat haben.
Speaker A:Es gibt so was wie den technischen Dienst, das ist dann zum Beispiel so im Ingenieurbereich, es gibt den Polizeidienst, es gibt den Justizdienst, es gibt den feuerwehrtechnischen Dienst.
Speaker A:Also es gibt halt nicht den Beamten.
Speaker A:Das ist, glaube ich, schon mal wichtig zu sagen.
Speaker A:Vollkommen richtig.
Speaker A:Und das Beamtentum selber ist natürlich damals aus der Idee entstanden, dass man die grundsätzliche Daseinsfürsorge des Staates einfach in jeder Situation gewährleisten muss, egal ob jetzt gestreikt wird, ob ein Katastrophenfall ist, ob ein Putsch ausgerufen wird.
Speaker A:Das ist ja der Grundgedanke, den finde ich auch weiterhin richtig.
Speaker A:Also dass Polizei und Feuerwehr und Justiz und vielleicht auch natürlich auch die Bundeswehr sind ja auch Beamte und Beamte oder viele davon, dass da einfach so eine grundsätzliche Daseinsvorsorge und so ein Schutzschild wirklich, ich glaube, da sind wir uns alle einig, das ist in Ordnung.
Speaker A:Was ich persönlich nicht in Ordnung finde, ist weniger, glaube ich, das Thema, dass es das Beamtentum gibt, sondern diese Ungleichbehandlung zwischen Beamtentum und nicht Beamtentum bei ähnlichen Bedingungen.
Speaker A:Lehrer, Lehrer sind zum Teil in Bundesländern verbeamtet und dann 30 Kilometer weiter über der Grenze nicht verbeamtet, machen aber genau dasselbe, nämlich Kinder erziehen oder Kinder was beibringen.
Speaker A:Und da gibt es schon einen Unterschied.
Speaker A:Und der fängt zum Beispiel dann an, wenn wir über Krankheitsfälle sprechen.
Speaker A:Und darauf bezieht sich eben der Professor auch, dass er guck mal, bei einem normalen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gibt es die Lohnfortzahlung, die ist irgendwann weg.
Speaker A:Und ein Beamter, da gibt es das einfach nicht.
Speaker A:Das heißt, das heißt, die Grundidee dahinter ist, und das finde ich ein bisschen, wie soll ich das sagen, das finde ich nicht mehr zeitgemäß.
Speaker A:Die Grundidee bedeutet, dass ein Beamter auch während seiner Krankschreibung ein Amt innehat und dafür angemessen entlohnt wird.
Speaker A:Das mag vor 98 Jahren vielleicht ein adäquater Gedanke sein, heute würde ich sagen, das lädt einfach zu Missbrauch ein.
Speaker A:Wie siehst du das?
Speaker B:Ich bin bei dir, ich finde auch deinen Blick gerade sehr schön, weil es mich noch mal ein bisschen auffrischt und selbstverständlich, es gibt nicht den Beamten.
Speaker B:Ist übrigens das Gleiche, wie es auch nicht den Afrikaner gibt und wir jetzt auch immer irgendwie dazu neigen, das zu sagen.
Speaker B:Es ist ein unfassbar großer Kontinent, da gibt es nicht den einen, hast du recht, finde ich auch spannend.
Speaker B:Ich glaube auch tatsächlich, dass es, also gerade wenn ich mir Leute auf der Straße anschaue, ich glaube, das kannst du ohne dieses dieses Modul des Beamtentums überhaupt nicht machen.
Speaker B:Ob das jetzt so ausgenutzt wird, weiß ich auch nicht, weil ich habe wirklich, ich kenne viele auch aus dem Finanzamt und so weiter, die sind alle zuverlässig und ich weiß nicht, ob es jetzt wirklich ein Ding ist, das auszunutzen.
Speaker B:Ich glaube aber, dass es schnell auf der anderen Seite so wirkt.
Speaker B:Und jetzt an der Stelle bin ich mir nicht sicher, ob es für uns als Gesellschaft sinnvoll ist, wenn wir beide Seiten gegenüberstellen und sagen, das ist aber die schlechte, egal von welcher Seite aus.
Speaker B:Selbes Prinzip hast du auch im Gesundheitswesen, wenn du privat Versicherte gegenüber gesetzlich Versicherte stehst und dir die Frage stellst, was soll das denn?
Speaker B:Also schaust du dir Ärzte an, brauchen die eine Kassenzulassung und wenn die keine Kassenzulassung bekommen, ist das eine Privatpraxis.
Speaker B:Punkt.
Speaker B:Das hat nichts unbedingt damit zu tun, dass sie jetzt nur privat sein wollen oder nur besonders viel Geld haben wollen, sondern die kriegen einfach keine Zulassung von der Kasse.
Speaker B:Dann ist es nicht unbedingt deren Punkt zu sagen, ich will hier nur privat sein und dann kann man sich auch nicht hinstellen und du bist falsch, weil du eine Privatpraxis bist.
Speaker B:Genauso wenig kann man sagen, du bist aber falsch, weil du im Beamtentum unterwegs bist und dann eben du kannst ja die Seele baumeln lassen, du kriegst dein Geld, bevor du gearbeitet hast.
Speaker B:Wir hier auf der anderen Seite kriegen unser Geld erst, nachdem wir gearbeitet haben.
Speaker B:Und wenn wir dann eine Lohnfortzahlung haben, haben wir ein Problem.
Speaker B:Ich glaube, diese Gegenüberstellung macht uns krank und nicht, wie die Systeme an sich funktionieren.
Speaker A:Also ja, sehe ich auch so.
Speaker A:Und das ist auch etwas, wo der Professor auch ein bisschen viel plädiert ist.
Speaker A:Also wenn wir das regeln, dann sollten wir es halt einheitlich regeln.
Speaker A:Da kommt so ein bisschen wieder dieses Thema Föderalismus ins Spiel, weil natürlich gibt es Unterschiede.
Speaker A:Es gibt Unterschiede bei der Bezahlung, da müssen wir nicht drumherum reden, aber es gibt natürlich auch Unterschiede bei der Pensionierung später.
Speaker A:Und ich finde den Gedanken, den er äußert, ganz spannend.
Speaker A:Nämlich erstens, es ist ja aktuell so, dass wenn, ich habe ja auch damals im Beamtendienst angefangen, am Anfang ist das Gehalt noch moderat, also es ist weniger als in der Wirtschaft.
Speaker A:Es gleicht sich später aber im zeitlichen Verlauf insbesondere dann an, wenn wir über die Pensionierung sprechen.
Speaker A:Und da haben wir gerade eine massive Lücke, weil wie du weißt, wie wahrscheinlich Zuhörer auch die gesetzliche Rente ist massiv unter Druck, trotz aller politischen Lippenbekenntnisse, was, sage ich mal, das Einfrieren das Niveau angeht.
Speaker A:Ich meine, jeder Blinder mit dem Krückstoff weiß, das kann auf Dauer nicht gut gehen, weil wir einfach weniger Einzahler haben und das, was eingezahlt wird, wird halt nicht sinnvoll vermehrt son, sondern es wird bezuschusst, während eben die Pensionsrückstellungen für viele Beamtinnen und Beamte einfach dauerhaft steigen und dann ein Niveau da ist.
Speaker A:Ich kann nur für mich zitieren, auf meinem anteiligen Pensionsbescheid, den ich auch noch bekomme, obwohl ich nicht volle 40 Jahre steht, halt 71,75 Prozent des letzten Nettos.
Speaker A:Und das ist natürlich eine Hausnummer und das sorgt natürlich auch, ich sag mal, in der Diskussion für Ungerechtigkeit, obgleich man eher auch dagegen argumentieren muss, dass vielleicht am Anfang nicht so viel verdient wird.
Speaker A:Aber ich glaube, das schmilzt hier aktuell ab, weil das Rentenniveau einfach weiterhin sinkt.
Speaker A:Und ich glaube, das ist ein Punkt, über den wir einfach sprechen müssen.
Speaker A:Wie siehst du das?
Speaker B:Meine Frage ist, ob wir uns das Sozialsystem grundsätzlich leisten können, weil es ja ein total smartes System ist, das auch gedacht ist mit anderen Bedingungen, so wie wir es jetzt gerade haben mit diesem demografischen Wandel, wenn wir einfach, also jetzt gerade wird ja die Rente schon bezuschusst, ist ja jetzt gerade schon der fall und in fünf oder sieben oder ich glaube um 29 30 rum soll das Ding dann kollabieren, ist halt die Frage grundsätzlich.
Speaker B:Also ob das jetzt die Rente oder die Pension betrifft.
Speaker B:Es ist eigentlich, es ist ja eine grundsätzliche Frage, was machen wir denn jetzt damit, Weil grundsätzlich wir damit nicht weiterfahren können.
Speaker B:Ich persönlich habe darauf keine Antwort, aber ich sehe, dass, und das ist mein persönliches Problem damit, ich sehe jetzt auch nicht unbedingt, dass fieberhaft daran gearbeitet wird, diese Frage zu beantworten.
Speaker A:Das hast du schön ausgedrückt.
Speaker B:Also ich muss dir sagen, ich habe hier ja ein rotes Telefon, ich bin noch nicht angerufen worden und ich hätte aber Ideen dazu.
Speaker A:Ich hätte dich schon angerufen.
Speaker B:Du weißt, was ich meine, du bist.
Speaker A:Ja klar, also allein für die Kapitaldeckung hätte ich auch schon eingeführt, aber gut, das ist ein anderes Thema.
Speaker A:Du weißt ja, Geld am weltweiten Kapitalanmarkt ist halt nicht des Deutschen Tugend.
Speaker A:Das ist aber ich würde mal noch einmal reinbohren, und zwar was aus meiner Sicht eine schreiende Ungerechtigkeit ist.
Speaker A:Natürlich, worüber keiner darüber spricht, ist, wenn auf der einen Seite Menschen ein Sozialsystem einzahlen, wo sie am ende des Tages 48 Prozent rauskommen, um auf der anderen Seite aber Menschen in eine Beschäftigung gehen, wo knapp 72 Prozent des letzten Gehaltes rauskommen, ist das ja erstmal ein Unterschied, den kann man, glaube ich, nicht wegdiskutieren.
Speaker A:Die Frage, die ich mir dann stelle, ist, zieht dieses Modell?
Speaker A:Und das ist auch ganz spannend, weil der Professor auch darauf eingeht und er behauptet, er vertritt die Meinung, dass nicht nur durch die Pensionierungszahlung oder die spätere Pensionierung, die dann möglich ist, sondern auch durch das fehlende Leistungsprinzip eher Menschen angezogen werden, die einfach risikoscheu sind und man nicht davon ausgeht.
Speaker A:Und das ist ganz spannend, weil ursprünglich ist es ja auch so, dass im Beamtenrecht, ich habe es ja auch mal gelernt, man auch immer von der besten Auslese spricht, aber mit der besten Auslese hat ja quasi das System dann auch gar nicht mehr so viel zu tun.
Speaker A:Wie empfindest du das?
Speaker B:Da sprechen auch die Zahlen zu Corona deutlich dafür, dass sehr, sehr viele Leute da nach Sicherheit aus waren und dann sehr, sehr viele ins Beamtentum gewechselt sind.
Speaker B:Ob das jetzt tatsächlich ein Faktor ist, der dieses System zum Wackeln bringt, weiß ich nicht.
Speaker B:Kenne ich die Zahlen dahinter zu wenig.
Speaker B:Aber offen gestanden, ich kann mir das nicht vorstellen.
Speaker B:Also ich kann, das ist wieder, da sind wir wieder bei dem, bei dem Gleichen, wo wir vorhin waren.
Speaker B:Du kannst einfach nicht so eine komplexe Geschichte runterbrechen, auf die sind so.
Speaker B:Das stimmt so nicht.
Speaker B:Also ich muss dir sagen, wenn wir um Risikofreude sprechen und jetzt nur mal kurz an die Polizei denken, muss ich dir sagen, haben die meisten Polizisten mehr Eier, als die meisten in einem Büro jemals entwickeln werden.
Speaker A:Absolut.
Speaker B:Das sind ja auch Beamte bei.
Speaker B:Das sind auch Beamte.
Speaker B:Also das kann man einfach, das ist einfach falsch, das so einfach in die Tüte zu sprechen und zu sagen, die sind so.
Speaker B:Deswegen, das führt uns alles nicht dahin, wo wir hin müssen.
Speaker B:Wir müssen vielleicht eher in anderen Strukturen denken oder anderen Modellen denken, die dann für uns langfristig noch sinnvoll ist, weil wir beide wissen, dass wir keine Rente kriegen.
Speaker B:Das ist uns völlig bewusst.
Speaker B:Deswegen bauen wir unser Leben so auf, dass wir das dann nicht brauchen, weil für uns selbst, wenn wir einen juristischen Anspruch darauf hätten, die Frage gar nicht im Raum steht.
Speaker B:Das ist ein Punkt, der mich noch interessiert, wo ich wirklich gebannt in die Zukunft schaue.
Speaker B:Wir haben ein juristisches System und wir haben auch glücklicherweise ein System, wonach Gesetze nicht einfach so verabschiedet werden können und dann ist das so, sondern da gibt es dann noch mal ein Justiziar und weiß ich nicht alles, die da drüber gucken und sagen, ne, das stimmt aber so nicht.
Speaker B:Das bringen wir kurz mal vor Gericht, um zu klären, dürfen wir das überhaupt?
Speaker B:Also ich finde dieses System, das wir da haben, ist total toll.
Speaker B:Was ich mich frage ist ernsthaft zu Corona haben wir gesehen, dass Gesetze kurz mal, ja ich will nicht sagen ausgehebelt, aber so ein bisschen missachtet wurden der Situation wegen.
Speaker B:Du weißt, was ich meine.
Speaker B:Und ich frage mich jetzt gerade, wo dann dreiig dieses System zusammenbrechen wird, welche Gesetzesänderungen willst du denn verabschieden, um das dann noch zu rechtfertigen, was danach passiert.
Speaker B:Das sind so Fragen, die würde ich gerne beantwortet haben, aber jetzt nicht erst dreiig, wenn das soweit ist, sondern ich hätte die gerne jetzt beantwortet.
Speaker B:Was ist denn dann und wie ist denn dann der Notfallplan?
Speaker B:Weil du wirst feststellen, dass auch die Beamten ein Problem bekommen, weil die kriegen ja die Stimmung auch mit.
Speaker B:Und jetzt, ob da jetzt eine Gesellschaft gegen die sind und die hier übrigens in meiner Gemeinde hat mir gesagt, ich werde hier wie Schmutz behandelt.
Speaker B:Ohne Scheiß.
Speaker B:Ich dachte, die ist voll lieb, die war richtig lieb zu uns, Die hat gefragt und wie kommt ihr her und wie habt ihr euch eingewöhnt?
Speaker B:Also richtig, wir wollten einfach nur unseren Ausweis erneuern lassen, die war richtig lieb, auch interessiert und alles und die sagt, du, ich werde hier einfach wie Abschaum behandelt, weil ich bin ja nur ein Beamter.
Speaker B:Das ist in sich falsch.
Speaker B:Dann müsste man ja sagen können, irgendjemand von so einer Dating App oder von irgendeinem Event Service oder was muss ich wie Schmutz behandeln können, weil das ja nur jemand Servicekraft ist.
Speaker B:Das geht so nicht.
Speaker B:Also wir können so miteinander nicht lange leben.
Speaker B:Und ich glaube, darauf müssen wir achten, dass dieser Kessel nicht so hoch kocht, dass wir uns, dass wir zu viel Lager bilden, die sich gegenseitig ankarren wollen.
Speaker B:Das eher das, was ich sagen will.
Speaker A:Ich teile das und ich, man mag von den USA halten, was man will.
Speaker A:Aber wenn du da ins Stadion gehst und ein Footballspiel anguckst, dann wird in vielen Fällen der Public Service geehrt.
Speaker A:Dann steht jemand vom Militär da, dann ist eine Krankenschwester dabei, dann ist ein Feuerwehrmann da, dann ist ein Polizist da, dann ist ein Soldat da.
Speaker A:Und ich frage mich ganz im Ernst, denn wieso ist das bei uns nicht so?
Speaker B:Das frage ich ernsthaft.
Speaker B:Das frage ich mich die ganze Zeit hier.
Speaker B:Letztens war ein Nachbar, hatte seine Alarmanlage sehr laut und die Polizei gerufen, hat gesagt, hier übrigens ist was.
Speaker B:Dann kamen die an und haben sich bedankt.
Speaker B:Ich habe gesagt, danke, dass es euch gibt.
Speaker B:Dann hat die mich angeschaut, gesagt, das hat auch noch keiner gesagt, aber ernsthaft, danke, weil ich rufe euch an und ihr kommt danke.
Speaker B:Das ist doch, also was kann man denn da nicht danken?
Speaker B:Selbes Prinzip haben wir, und das zitiere ich echt oft, Müllleute, danke, dass ihr unseren Scheiß wegräumt.
Speaker B:Ohne euch hätten wir richtig massive Probleme.
Speaker B:Danke, dass ihr das macht.
Speaker B:Nö, da wird sich beschwert, dass die im Weg stehen.
Speaker B:Das Gleiche hast du mit Rettungskräften.
Speaker B:Da wird sich beschwert, dass sie da auf der Straße stehen müssen.
Speaker B:So,.
Speaker A:Ja, also ich weiß ganz genau, was du meinst.
Speaker A:Da auch, können wir auch sagen, auch danke an die Polizisten, die einfach unfassbar viele von Überstunden aufbuckeln, weil sie halt auch, und das ist vielleicht auch der Nachteil eines Beamtentums, weil sie halt da auch nicht die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten besitzen, die vielleicht ein Angestellter hat.
Speaker A:Das kommt auch hinzu, wenn du dich dem Staatsdienst verpflichtet hast, trägst du das mit deinen kompletten Konsequenzen.
Speaker A:Und das finde ich auch ganz gut, dass wir das hier auch nochmal besprechen.
Speaker A:Es gibt nicht den Beamten, ich glaube, dass es Teilbereiche gibt, die ja vielleicht auch wirklich im effektiven Verwaltungsdienst einfach vielleicht auch einfacher zu Missbrauch oder zu weniger Leistung einladen.
Speaker A:Aber beim Ganzen, ganz im Ernst, in der Polizei gerade, und ich spreche jetzt nicht vielleicht nicht vom Büro Innendienst, da kannst du da gar nicht wenig Leistung erlauben, weil am Ende des Tages ist.
Speaker B:Nicht auch in so einer Behörde nicht, wenn da die ganze Zeit Leute reinlaufen, kannst du das nicht.
Speaker B:Also ich glaube, du kannst in der Wirtschaft, ich berate wirklich viele Firmen, ich kenne viele Firmen, ich habe viel von innen gesehen und ich würde unterstreichen, da sind sehr viele Leute, die sind Leistungen nicht unbedingt zugewandt.
Speaker B:So die sind nicht verbeamtet, das sind einfach Leute aus der Wirtschaft.
Speaker B:Also das hast du überall.
Speaker B:Das ist das, man kann das nicht über eine Kohorte legen und sagen, die sind so, das geht einfach nicht.
Speaker B:Und ich wünsche mir, dass wir da irgendwie in dem in der Sache mehr zueinander sprechen, weil aktuell habe ich so den Eindruck, wir sprechen übereinander und das glaube ich, ist langfristig nicht sinnvoll.
Speaker B:Ich finde auch interessant, du hast vorhin ja erwähnt, dieses gleich dieses Ungleichgewicht aus der aus der Bezahlung.
Speaker B:Ja, das stimmt schon.
Speaker B:Und welches Ungleichgewicht hat jetzt jemand, der in einem Polizeiauto sitzt und den ganzen Abend die Streife abfährt, der ein Schichtdienst hat versus jemand, der in irgendeiner Marketingagentur sitzt.
Speaker B:Das ist, finde ich, das ist ein dramatischer Unterschied.
Speaker A:Dramatisch Und das ist auch wieder, da können wir gleich den Schwenk auch machen zum Thema der Verwaltungsdigitalisierung, was ja mein Thema Nummer eins immer gefühlt ist.
Speaker A:Am Ende des Tages ist es ja auch so, wer soll das denn umsetzen?
Speaker A:Das können halt, ich sag mal, oder es müssen IT nahe Experten sein, das muss vielleicht kein kompletter Wirtschaftsinformatiker sein und es muss auch komplett Entwickler sein, aber du brauchst schon eine gewisse IT Affinität und du bist halt automatisch in diesen Berufen natürlich in Konkurrenz auch mit der Privatwirtschaft.
Speaker A:Seien wir mal ehrlich.
Speaker A:Also in meiner Zeit, als ich als Projektleiter an einer Behörde gearbeitet habe, ich habe reihenweise Angebot von außerhalb bekommen und ich habe das Doppelte an Gehalt angeboten bekommen.
Speaker A:Das ist die Realität und das ist heutzutage auch noch so.
Speaker A:Und wir haben damals schon und ich weiß, dass es diesen rechtlichen Modus gibt, über die IT Fachkräftezulage gesprochen, die zum Beispiel der Tarifvertrag von öffentlichen Dienst der TVD wirklich gewährt.
Speaker A:Und da verstehe ich nicht, ich sage es ganz deutlich, habe ich es nicht verstanden, dass viele Verwaltungen nicht die Eier in der Hose hatten oder ein Äquivalent dazu zu sagen, die gewähren wir mal.
Speaker A:Das nehmen wir mal als positives Zeichen, um sowas an der Stelle auch zu gewähren.
Speaker A:Das hat jetzt mit Beamten nicht so viel zu tun, sondern eher mit Angestellten, die dann an der Stelle diese Zulage bekommen.
Speaker A:Aber das wäre auch mal ein Signal gewesen, dort aufzuschließen.
Speaker A:Und das verstehe ich dann an der Stelle nicht, weil unabhängig des Status sorgst du ja auch damit dann dafür, dass der Staat moderner bleibt, attraktiver bleibt, du Leute anziehst und so weiter und so fort.
Speaker A:Und da würde ich mir einfach ein bisschen mehr Mut wünschen, anstatt sich gegenseitig auszuspielen.
Speaker B:Absolut.
Speaker B:Gleichzeitig würde ich mir auch wünschen, dass so ein bisschen die, vielleicht liegt es an der Ausbildung, das kann ich nicht genau greifen, aber mein Eindruck ist, dass einfach noch Wissen im Umgang mit der heutigen Zeit fehlt.
Speaker B:Also Leute schaust du dir bei der Polizei an.
Speaker B:Leute sind heute deutlich renitenter als früher.
Speaker B:Früher hat ein Polizist was gesagt, war so Punkt, fertig.
Speaker B:Heute wird da rumlamentiert und rumgeschlagen und rumgehatet und weiß ich nicht alles.
Speaker B:Also dass heute ein Polizist noch ein ruhiges Leben hat, ist nicht.
Speaker B:Das ist vorbei.
Speaker B:Das war früher einfach anders.
Speaker B:Ich habe den Eindruck, die werden dahin auch geschult.
Speaker B:Aber ich verstehe zum Beispiel nicht, warum lässt man so krass viel zu.
Speaker B:Also meine Toleranz wäre schon viel früher auf und ich würde sagen, ne komm, passt, wir klären das hier anders und dann wird der halt weggesperrt und in Gewahrsam genommen.
Speaker B:Ich verstehe diese Toleranz nicht.
Speaker B:Auf der anderen Seite verstehe ich nicht, wenn wir das noch mal von von von hier der Gemeinde nehmen, warum da die Schulung nicht stattfinden kann, in welche Richtung auch immer, dass die sich nicht persönlich angegriffen fühlt.
Speaker B:Du hast ja richtig in ihr gesehen, wie sie das annimmt und sich wie Schmutz fühlt, weil ihr das suggeriert wird.
Speaker B:Da habe ich nicht den Eindruck gehabt, dass die gerade irgendwie ein Coaching an der Seite hat, dass sie sich als Mensch trotzdem weiter wertgeschätzt fühlt oder oder wertvoll fühlen darf, sondern die wird durch quasi das System, in dem sie drinnen ist, runtergezogen als Mensch.
Speaker B:Das finde ich nicht wichtig.
Speaker B:Mir fehlt so, ich weiß nicht, ob so ist, aber mir fehlt ein bisschen mehr dieser, dieser, die Zeit hat sich gewandelt.
Speaker B:Früher hast du Leute auch in der Form nicht so beleidigt oder runtergezogen.
Speaker B:Die Zeit hat sich gewandelt.
Speaker B:Aber mein Eindruck ist, das habe ich aber auch in der Wirtschaft, dass die Leute nicht mitgenommen werden und informiert werden.
Speaker B:Wie gehst du denn heute damit um?
Speaker A:Ja, das ist ein hochspannendes Thema.
Speaker A:Ich glaube, die Zeit für die Antwort nehme ich mir noch mal kurz, weil da gibt es sogar ein Prinzip dafür, weil du vorhin gesagt hast, früher hat das, was der Polizeibeamte gesagt hat, das war gesetzt, fertig.
Speaker A:Das ist ja Obrigkeitsdenken.
Speaker A:Das hat ja nicht nur Nachteile gehabt, sondern es hat auch Vorteile gehabt.
Speaker A:Man hat autoritären Zuständigkeiten, Verantwortung eben auch unterstellt, dass sie was zu sagen haben, was vielleicht nicht immer richtig war, aber in vielen Fällen war es auch in Ordnung.
Speaker A:So, das hat sich auch übertragen natürlich auch auf den Verwaltungsdienst, also außerhalb der Polizei.
Speaker A:Man spricht da seit Anfang der ER zum Beispiel von dem ganzen Bereich des sogenannten New Public Management, auf Deutsch das neue Steuerungsmodell.
Speaker A:Das bedeutet der Wandel weg von einem Obrigkeitsgedanken hin zu einem Servicedienstleister.
Speaker A:So, und da bin ich ganz bei dir.
Speaker A:Ich habe diese ganzen Modelle miterlebt.
Speaker A:Die KGST in Köln, Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltung, hat das mitentwickelt, aber hat dann irgendwann aufgehört, das weiterzuentwickeln.
Speaker A:Das ist dann irgendwann stehen geblieben.
Speaker A:Und da gebe ich dir völlig recht, das war sehr auf die Produkte und Dienstleistungen bezogen, die eine Verwaltung erbringt.
Speaker A:Beispiel Hundesteuer, Beispiel Gewerbesteuer, Haushaltsplan, Bürgerservice, Müll.
Speaker A:Dass man da einen Service Gedanken macht, ist für mich verständlich, vollkommen verständlich.
Speaker A:Was nicht geht, und das würden wir wahrscheinlich heutzutage alle unter dem Stichpunkt Resilienz unterschreiben, ist, wie gehe ich dann mit der veränderten Wahrnehmung auch der Gesellschaft um, mit der Renitenz, mit der Gewaltbereitschaft, mit der Beleidigungsthemen, mit der fehlenden Empathie.
Speaker A:Das ist Wahnsinn.
Speaker A:Und es wird mir auch tagtäglich gespiegelt von meinen, ich sage mal, in meinem Dunstkreis, wo ich viel mit Behörden zu tun habe, dass das wahnsinnig mehr zunimmt und die Leute dann auch einfach keinen Bock mehr haben.
Speaker A:Und dann ist es auch egal, ob jemand der Beamter ist oder nicht, aber dann hast du auch einfach keinen Bock mehr.
Speaker A:Und das bin ich ganz bei dir.
Speaker A:Das geht nicht.
Speaker B:Genau, das geht nicht.
Speaker B:Und ich sehe auch genau vielleicht abschließend auch für die Folge, dass das in diese Richtung driftet.
Speaker B:Und wenn unsere Beamten anfangen, keinen Bock mehr zu haben und du hast das nach Silvester in Berlin, wenn du noch mal auf die Polizei schaust, Ich kann das so nachvollziehen, ob das Polizei, Feuerwehr, Kranken, Rettungsleute.
Speaker B:Ich kann das so nachvollziehen, wenn die angegriffen, beschossen und sonst was werden.
Speaker B:Ich hätte auch kein Problem mehr.
Speaker B:Ich würde sagen, fickt euch.
Speaker B:Kann ich total nachvollziehen.
Speaker B:Und da dürfen wir nicht hin.
Speaker B:Egal was.
Speaker B:Es darf darauf nicht hinlaufen, dass das passiert, weil dann hat relativ wenig Leute noch Bock, in dem System zu arbeiten und dann geht es uns richtig schlecht.
Speaker B:Und deswegen abschließend, meine Auffassung ist, wir brauchen Beamte.
Speaker B:Sehr wohl.
Speaker A:Dem schließe ich mich an.
Speaker A:Und deswegen noch mal ein schönes Dankeschön an alle, die das gehört haben.
Speaker A:Ohne euch geht's nicht.
Speaker A:Von daher vielen Dank.
Speaker B:Ciao mit V.