Episode 28

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30th Apr 2026

Ersthelfer für Digitalisierung: Wegweisende Ansätze und Herausforderungen

Die Diskussion in dieser Episode konzentriert sich auf die zentrale Rolle von Digitallotsen als „Ersthelfer für Digitalisierung“ in öffentlichen Organisationen. Wir beleuchten die Notwendigkeit, die digitale Transformation nicht nur durch technische Standards, sondern auch durch organisatorische Strukturen voranzutreiben. Ein signifikantes Anliegen ist, dass die Verantwortung für die Digitalisierung nicht allein bei den zentralen Digitalisierungsbeauftragten liegt, sondern auch in den dezentralen Fachbereichen verankert sein muss. Insbesondere wird erörtert, wie Digitallotsen als Schnittstellen fungieren, um die digitale Kompetenz in verschiedenen Bereichen zu fördern und somit die Digitalisierung in der Verwaltung zu effektivieren. Abschließend betonen wir die Wichtigkeit, eine unterstützende und aufklärende Rolle einzunehmen, um Ängste abzubauen und die Chancen der Digitalisierung für alle Mitarbeitenden nutzbar zu machen. Im Rahmen des Podcasts Kanzler erörtern Dan Bauer und Nils Brechbühler die essenzielle Rolle der Digitalisierung in öffentlichen Verwaltungen. Dabei wird der Begriff des 'Digitallotsen' eingeführt, der als eine Art erster Ansprechpartner für Digitalisierungsprojekte dient. Diese Position ist von entscheidender Bedeutung, da sie nicht nur technisches Wissen erfordert, sondern auch die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Fachbereichen zu kommunizieren und die Bedürfnisse der jeweiligen Abteilung zu verstehen. Die Diskussion beleuchtet, dass der Erfolg von Digitalisierungsinitiativen oft an der mangelnden organisatorischen Unterstützung und der unklaren Zuweisung von Verantwortlichkeiten scheitert. Ein zentraler Punkt ist die Notwendigkeit, dass Digitallotsen nicht nur umsetzende Kräfte sind, sondern auch über eine gewisse Metaebene verfügen sollten, um die unterschiedlichen Anforderungen und Herausforderungen der Digitalisierung zu koordinieren und zu managen.

Takeaways:

  • Die Digitalisierung in öffentlichen Organisationen erfordert eine umfassende organisatorische Unterstützung, um erfolgreich zu sein.
  • Der Begriff 'Digitallotse' beschreibt eine Person, die als Schnittstelle zwischen verschiedenen Fachbereichen fungiert, um digitale Transformationsprozesse zu koordinieren.
  • Ein effektiver Digitallotse muss nicht nur technisches Wissen haben, sondern auch die Fähigkeit besitzen, unterschiedliche Stakeholder zu integrieren.
  • Die Verantwortung für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten liegt nicht allein bei den zentralen Instanzen, sondern muss auch von den Fachbereichen getragen werden.

Moderatoren

Dan Bauer ist ein einflussreicher Impact-Entrepreneur und Multi-Unternehmer mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung, der sich der digitalen Transformation und nachhaltigen Innovation verschrieben hat. Er ist bekannt für seine führende Rolle in verschiedenen hochrangigen Gremien, darunter der Senat der Wirtschaft Deutschland und der EU. Als Kommissionsvorsitzender im Senat ist erster Ansprechpartner für die digitale Transformation. Bauer hat bedeutende Initiativen wie das IPDR Forum, die bootstrap academy oder die Mission TOP 5 ins Leben gerufen und wirkt als Autor und Herausgeber bei Springer Gabler. Seine Projekte und sein Engagement in der Förderung von Wissen und digitaler Kompetenz machen ihn zu einem Schlüsselakteur in der Gestaltung der deutschen und europäischen Wirtschaftslandschaft.

Dan bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/danbauerofficial/

Nils Brechbühler ist Geschäftsführer der Brechbühler GmbH und Experte für digitale Transformation im öffentlichen Sektor. Er verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung in Führungspositionen und als Projektmanager in der öffentlichen Verwaltung, IT-Dienstleistungsunternehmen und Beratungsfirmen. Brechbühler begann seine Karriere in einer Stadtverwaltung und arbeitete später für einen kommunalen IT-Dienstleister sowie einen Fachverfahrenshersteller. Seit 2022 ist er als selbstständiger Berater tätig und unterstützt öffentliche Behörden und Beratungsunternehmen bei Transformationsprozessen.

Nils bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/nilsbrechbuehler/

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Transcript
Speaker A:

Ersthelfer für Digitalisierung.

Speaker A:

Herzlich willkommen bei Kanzler, unserem Podcast für die Transformation im Staatswesen.

Speaker A:

Ich bin wieder da, mein lieber Freund, lieber Dan, du bist auch dabei.

Speaker A:

Was hast du mittlerweile gemacht?

Speaker A:

Hast du eine vertikale Pflanzenfarm gegründet oder wo bist du mittlerweile unterwegs?

Speaker B:

Mittlerweile habe ich das geschafft.

Speaker B:

Ich habe auch keinen schwarzen Daumen mehr, was ich super finde.

Speaker B:

Achso, funktioniert auch alles.

Speaker A:

Ja, wunderbar.

Speaker B:

Ich kann mich nicht beschweren.

Speaker B:

Es ist hervorragend.

Speaker A:

Ich hoffe, du pflanzt an der Stelle auch nur legale Substanzen an.

Speaker B:

Ich pflanze völlig legale Substanzen an.

Speaker B:

Und gestern haben wir die Rechnung vom Baummenschen bekommen, der in unserem Garten die Bäume begutachtet und das Totholz wegschneidet.

Speaker B:

Und wenn ich mir denke, für diesen Betrag kann man auch gebrauchte, günstige Autos kaufen.

Speaker B:

Ja, deswegen, ich bin völlig in der Natur angekommen.

Speaker B:

Es ist total schön.

Speaker A:

Du bist in der Natur angekommen.

Speaker A:

Ja, ich auch.

Speaker A:

Ich versuche jetzt den Spannungsbogen zu spannen.

Speaker B:

Genau.

Speaker B:

Ist ja auch quasi wie der Wald, den du vor lauter Bäumen nicht siehst.

Speaker A:

Ich wollte jetzt eigentlich sagen, dass ich mir einen Mähroboter gekauft habe, aber das haben wir schon.

Speaker A:

Würde ja auch irgendwie gut passen, so eine Digitalisierung der Rasenpflege, Aber funktioniert sehr gut.

Speaker A:

Hat jetzt auch KI basierte Kameraoptik, keinen Begrenzungsgrad mehr.

Speaker A:

Der hat mich sonst zu weiß genug getan.

Speaker A:

Also ich muss sagen, mit so automatischer Kartierung.

Speaker A:

Ich bin begeistert.

Speaker A:

Das Ding fährt, glaube ich, sogar gerade.

Speaker A:

Ich guck mal kurz aus dem Fenster.

Speaker B:

Du weißt ja, unsere heißt.

Speaker B:

Genau.

Speaker B:

Und er fährt täglich.

Speaker B:

Ja, genau.

Speaker B:

Das ist die Digitalisierung.

Speaker B:

Mehr haben wir auch nicht anzubieten, ne?

Speaker A:

Genau, das ist ein guter Stichwort.

Speaker A:

Nicht mehr anzubieten.

Speaker A:

Wir kommen wieder in die Verwaltungswelt.

Speaker A:

Anbieten ist ein schönes Thema.

Speaker A:

Warum heißt die Folge heute Ersthelfer für Digitalisierung?

Speaker A:

Du weißt, ich bin in diesem Metier.

Speaker A:

Ich habe schon so ein, zwei Themen in diesem Bereich gemacht etwa.

Speaker A:

Und ein großes Thema, was ich auch immer wieder in diesem Podcast anspreche, ist, dass es natürlich sehr viele technische Standards gibt, dass es Tools gibt, dass es Initiativen gibt, dass es blablabla was gibt.

Speaker A:

Aber es gibt sehr wenig organisatorische Standards, wie man eigentlich Digitalisierung wirklich in der Praxis, gerade in öffentlichen Organisationen, auf die Straße bekommt.

Speaker A:

Die PS auf die Straße Und ein wesentlicher Faktor, über den fast doch fast gar keiner spricht, ist, es ist ja keine One Man oder One Woman Show, die Digitalisierung.

Speaker A:

Es ist ja häufig so, vielleicht viele Podcast Hörer werden es wahrscheinlich mitbekommen, es gibt in Verwaltung sowas wie ein Digitalisierungsbeauftragten oder ein Referat für Digitalisierung oder eine Stabstelle, je nachdem.

Speaker A:

Die kümmert sich halt um alle Digitalprojekte, die in einer Stadt anfangen.

Speaker A:

Nicht nur in der Stadt, sondern so.

Speaker A:

Das ist natürlich eine tolle Sache, aber das kann natürlich niemals alleine funktionieren, weil viele Fachbereiche, viele andere Organisationseinheiten natürlich auf diese Digitalisierungsabteilung blicken.

Speaker A:

Und ja, wann geht es denn los?

Speaker A:

Mach doch mal was, tu doch mal was.

Speaker A:

Und ich glaube, was viele auch so ein bisschen verkennen, ist, dass natürlich auch diese dezentralen Einheiten, egal ob es jetzt ein Fachbereich ist, ein Sachbearbeiter, ein Team auch eine hohe Mitwirkungspflicht haben, in irgendeiner Form auch die Anforderungen zu erheben, was man dort eigentlich macht.

Speaker A:

Also ich sag dazu mal so platt, dass sie auch in der Lage sind, zum Beispiel diese Sachen zu übersetzen.

Speaker A:

Und das hat mich gerade so begleitet, da gerade eine Stadtverwaltung beim Aufbau von so einem Digitallotsen Programm ist so ein bisschen dieser Begriff, wo es darum geht, wirklich in diesen dezentralen Bereichen, die vor allem eher fachlich getrieben sind, Jugendbereich, Sozialbereich, Feuerwehr, Polizei, wo auch immer, Schulbereich, die eigentlich mit Digitalisierung gar nichts zu tun haben, so was wie Ersthelfer für Digitalisierung aufzubauen, anzubieten, damit sie wirklich dieses Thema auch in ihrem Bereich in die Fläche bekommen.

Speaker A:

So, lieber Dan, jetzt habe ich sehr viel gesabbelt am Anfang, jetzt frage ich, brauchen wir überhaupt digital?

Speaker B:

Das ist eine hervorragende Frage.

Speaker B:

Ich habe vor, Ich weiß nicht, sechs Jahren, sieben Jahren mit unserem hochgeschätzten Dr.

Speaker B:

Andreas Riebetzky dieses Lotsenwesen irgendwie mal formuliert und auch durch den Senat gebracht.

Speaker B:

Da ist das total gut angekommen.

Speaker B:

Wir haben da so ein Digital Blueprint rausgeschickt und das war auch hervorragend.

Speaker B:

Und seitdem versuchen wir auch dieses Lotsen Prinzip in die Wirtschaft zu tragen, weil ich bin da auch voll bei dir.

Speaker B:

Du brauchst so eine Person, die die Schnittstelle einfach zu allen Gewerken auch formulieren kann.

Speaker B:

Die können ja miteinander gar nicht sprechen.

Speaker B:

Und das ist ja unfassbar wichtig, dass irgendjemand die Kompetenz besitzen muss auch drüber zu gucken, auch als Beirat dabei zu sein, aber auch die Umsetzungskompetenz hätte, wenn irgendwas ist.

Speaker B:

Also dieser Digitallots ist enorm wichtig und ich glaube, ich predige seit sechs, sieben Jahren, wie wichtig der in der Wirtschaft ist, weil es geht nicht immer nur darum, einen IT Leiter zu haben, sondern es geht darum, auch diesen Lotsen zu haben, weil der IT Leiter im Zweifel dann in seinem Tagesgeschäft hängt.

Speaker B:

Aber vielleicht die Koordination der Externen nicht.

Speaker B:

Und das ist ja auch das, was du auch gerade angesprochen hast, gerade wenn es um Externe geht oder um mehrere Leute, die dann quasi sich um die Digitalisierung kümmern sollen.

Speaker B:

Das muss ja in irgendeiner Form koordiniert werden.

Speaker B:

Deswegen, ich bin ein riesen Fan von dieser Idee.

Speaker A:

Ja, ich auch.

Speaker A:

Ich bin da aber wieder vorhin, ich hatte vorhin einen Call, da hat jemand zu mir gesagt, Nils, du bist immer zu disruptiv.

Speaker A:

Ich so, wie kann man denn zu destruktiv sein?

Speaker A:

Das geht doch gar nicht.

Speaker A:

Okay, hat er spasshalber gemeint.

Speaker A:

Also alles gut.

Speaker A:

Aber was ich damit meine ist, wenn ich also vielleicht für die für die Fach Feinschmecker hier in der Branche, wenn ihr mal Digitallotse googelt, gibt es unendlich viele Angebote für Digitallotsen, gerade auch im Staatswesen.

Speaker A:

Und wenn man da mal ein bisschen genauer reinguckt, dann liest man vor allem folgende Inhalte.

Speaker A:

Recht, Datenschutz, Informationssicherheit, Gesetze.

Speaker A:

Entschuldigung, ich bin eingeschlafen.

Speaker A:

Das sind halt Dinge, wo ich sage, die zeichnen doch nicht die positive Arbeit eines Digitallotsen aus.

Speaker B:

Das wurde auch mit Sicherheit nicht von einem Digitallotsen gefordert.

Speaker B:

Das hat mir jemand geschrieben, der kein Digitallotse ist oder der von dem Feld keinen Plan hat und schreibt dann das Ah ja, der Klassiker.

Speaker A:

So, und da, also, dass man, wenn man in einer behördlichen Digitalisierung unterwegs ist, in irgendeiner Form auch wissen muss, was ist ein Online Zugangsgesetz, was ist eine E Rechnungsverordnung?

Speaker A:

Okay, safe.

Speaker A:

Aber da reichen vielleicht eine Stunde oder zwei, damit man weiß, was das ist, wo es steht, wo ich es nachlesen kann.

Speaker A:

Aber ich glaube, die Erfolgsfaktoren, um einen Digitallotsen wirklich ins Leben zu rufen, ist vor allem auch die organisatorische Rückendeckung, dass ich dafür äquivalente Zeitanteile bekomme.

Speaker A:

Und Dan, du glaubst ja gar nicht, wie schwer es Verwaltung fällt zu Ja, das machen wir.

Speaker A:

Die meisten sagen, das machst du obendrauf.

Speaker B:

Das ist genau der Punkt.

Speaker B:

Es ist so spannend, weil es diese Parallele so absolut auch gibt.

Speaker B:

Ich schreibe gerade ein riesen Buch zum Thema Management und genau dort habe ich das drin.

Speaker B:

Ich habe einen Geschäftsführer, der mir mal gesagt hat, Dan, ich mag total, was wir machen, aber wenn ich das hier im Büro mache, dann schaut das aus, als würde ich nicht arbeiten.

Speaker B:

Warum?

Speaker B:

Weil der da sitzt und denkt.

Speaker B:

Also denken und reflektieren und über seine Strategie sich Gedanken machen.

Speaker B:

Das ist die Arbeit, das ist der Job des Geschäftsführers.

Speaker B:

Und tatsächlich ist es auch bei einem Digitallotsen so, der sollte bitte nicht Rechtsanwalt sein, der sollte bitte auch nicht Compliance komplett auf dem Schirm haben, weil wenn der Compliance Rechtswesen an sich, Digitalisierung, Management und Organisationsentwicklung auf dem Schirm hat, dann kostet er mich auch im Jahr, dann kann ich den schon überhaupt nicht bezahlen, weil der so ein so eine Koryphäe sein muss.

Speaker B:

Es geht überhaupt nicht.

Speaker B:

Ich bin dafür, dass diese Person Metaebene kann und Metaebene, das können ganz viele nicht.

Speaker B:

Was denkst du?

Speaker A:

Definitiv?

Speaker A:

Ich sehe das ja auch so vor dem Hintergrund.

Speaker A:

Du stülpst, das passt ja glaube ich, wieder zur Eingangsform, du stülpst halt jemanden eine Rolle über.

Speaker A:

Du bist Ersthelfer.

Speaker A:

Ersthelfer steht an deinem Büro.

Speaker A:

Wenn jemand wegklappt, kannst du den Defibrillator bedienen und ihm eine stabile Seitenlage bringen.

Speaker A:

Gut, wenn ein Digital Projekt knallt, was tust du dort?

Speaker A:

Wer weiß das?

Speaker A:

Du rennst im Zweifel zur internen IT und kollabierst, sage ich jetzt mal.

Speaker A:

Und diesen Zustand präventiv, da schon mal drauf einzuwirken und zu sagen, so weit muss es doch gar nicht kommen, wenn ein rudimentäres, grundsätzliches Verständnis für die Abarbeitung von Digitalprojekten auch in Fachbereichen vorhanden ist.

Speaker A:

Das ist so ein bisschen meine Zielrichtung.

Speaker A:

Und deswegen glaube ich auch so wie du auch gesagt hast, da muss es halt eine Metaebene haben, die ein grundsätzliches Verständnis von Digitalkompetenz haben, um vielleicht auch in solchen Situationen nicht hysterisch zu reagieren, sondern genau zu wissen, was man macht.

Speaker A:

Ist es ein Problem, sage ich jetzt mal, mit dem Lieferanten?

Speaker A:

Ist es Problem in Infrastruktur?

Speaker A:

Ist es ein Problem in der Schnittstelle?

Speaker A:

Ist es ein Problem, Weil ich glaube, viele sind so in ihren technischen Scheuklappen, fachlichen Scheuklappen unterwegs, dass sie alles und solche Themen, in dem Fall Troubleshooting an die IT Routen, sage ich jetzt mal, Das ist ja nicht die eigentliche Aufgabe eines Digitallotsen, jetzt so Probleme zu melden, sondern der soll soll ja auch neue Themen anstoßen oder Anforderungen übersetzen.

Speaker A:

Das ist ja auch ein Punkt.

Speaker A:

Aber ich bin da ganz bei dir und vielleicht, wenn ich diese Metaebene noch mal aufgreife, ich hatte dort auch ein Gespräch mit einer Verwaltung, die gesagt Ja, wir haben schon so ein Digitallots Programm aufgebaut, aber wir haben völlig unterschätzt, was es heißt, diesen fachlichen Austausch zwischen den Digitallotsen dann auch kontinuierlich weiterzutreiben.

Speaker A:

Das Wissen ist einfach versickert.

Speaker A:

Das war's.

Speaker A:

Und das ist auch das, was ich auch immer häufig kritisiere.

Speaker A:

Wir haben so viele Workshops, so viele Angebote, die genau dieses Thema adressieren.

Speaker A:

Was kann ein Digitallotse?

Speaker A:

Was soll er machen?

Speaker A:

Wie soll er aber in der Praxis das Ganze dann wirklich in einer organisatorisch als Standard zu verankern, dem eine Rückendeckung zu geben, eine Zulage, einen Zeitanteil, einen Kontingent, gegebenenfalls auch ein Budget.

Speaker A:

Das machen viele überhaupt nicht.

Speaker B:

Das kann doch nicht sein, geht ja auch nicht.

Speaker B:

Da sind wir wieder bei dieser Thematik der Stellenausschreibung.

Speaker B:

Stellenausschreibungen werden von Leuten gemacht, die diesen Job nicht besetzen wollen und entsprechend auch nicht wirklich Plan davon haben, was dieser Job eigentlich können muss.

Speaker B:

Wenn wir bei deiner Medizinanalogie bleiben.

Speaker B:

Es ist vielleicht sinnvoll, dass der von Medizin Ahnung hat, der Ersthelfer.

Speaker B:

Es ist vielleicht auch interessant, wenn er mal so den einen oder anderen Einblick in die Chirurgie gewagt hat oder in die Notfallchirurgie oder so.

Speaker B:

Das ist bestimmt sinnvoll, aber das muss er nicht können.

Speaker B:

Das muss kein Chirurg sein an der Stelle.

Speaker B:

Und das ist genauso ein Punkt, wenn du jetzt versuchst, so eine Stelle zu formulieren oder dir jemanden zu suchen, da sind wir wieder bei meinem beliebten Punkt Berater Paradoxon, dass du quasi überhaupt nicht weißt, wen du brauchst, dann dir irgendwie logisch herleitest, was du brauchen könntest, das aber nie funktioniert.

Speaker B:

Das heißt, dieser Digitallotse, der muss hauptsächlich im Blick haben können.

Speaker B:

Eigentlich ist es ein Projektmanager, wenn du so willst, nur nicht im Detail und muss auch gar nicht delegativ sein, sondern einfach, dass der den Überblick über das Ganze hat, dass der das steuern kann, dass der weiß, wie Was passiert, dass der weiß, mit wem muss er sprechen?

Speaker B:

Also das ist auch das, was ich mit Metaebene meine.

Speaker B:

Das ist viel wichtiger, als ob der jetzt coden kann oder ob der Datenstruktur Infrastruktur kann, also Server hosten kann und so ein Quatsch.

Speaker B:

Also das ist völlig unsinnig an der Stelle.

Speaker A:

Und was genau, also will jetzt keine Werbung machen, aber ich habe schon ein Verständnis dafür, was ein Digital Load so machen kann, sollte oder nicht.

Speaker A:

Bei mir sind es eher so fünf Blöcke.

Speaker A:

So ein wichtiger Block, den der immer alle vergessen ist erstmal Rolle und Auftrag.

Speaker A:

Was ist dein Profil?

Speaker A:

Was sollst du können?

Speaker A:

Wie grenzt du dich ab zwischen dem, was zum Beispiel auch ein zentraler Digitalisierungsbeauftragter macht, was die zentrale IT macht.

Speaker A:

Ich glaube, da sprechen meistens alle gar nicht dafür.

Speaker A:

Zweiter Bereich ist für mich halt ganz, also da brauchen wir nicht drüber sprechen, digitale Grundlagen.

Speaker A:

Im Verwaltungsjargon sind es halt die gesetzlichen Grundlagen, aber auch wie ist die föderale Digitalstruktur aufgebaut.

Speaker A:

Die ist halt sehr komplex in Deutschland.

Speaker A:

Das ist eben auch so.

Speaker A:

Aber ein dritter Punkt, den wollte ich auch noch mal ansprechen, ist so das ganze Thema Prozesse und Methoden.

Speaker A:

Das heißt, jeder Digitallotse muss doch zum Beispiel auch in der Lage sein, nicht mit einer irgendwie umfangreichen BPMN Methodik, aber zumindest selbst auf einem Flipchart aufmalen zu können, was machen wir eigentlich bei uns?

Speaker A:

Wie läuft ein beispielhafter Prozess und wie kann das Ganze an der Stelle quasi auch, wie kann das an der Stelle quasi auch dann in ein laufendes Digital Projekt überführt werden?

Speaker A:

Und das sind so Kleinigkeiten, wo ich sage, die gehören dazu.

Speaker B:

Wie siehst du das denn unbedingt?

Speaker B:

Also ich mag den Punkt, er muss unbedingt wissen, wo wollen wir hin.

Speaker B:

Meine Erfahrung ist, dass ganz, ganz viele digitalisieren und arbeiten der Digitalisierung und der Arbeit wegen, aber ganz, ganz wenige haben ein ernsthaftes Vorhaben.

Speaker B:

Und das vermisse ich immer, wenn der Digitallotse eingesetzt wird.

Speaker B:

Was soll denn passieren?

Speaker B:

Welches Ziel soll denn erreicht werden?

Speaker B:

Was soll denn überhaupt passieren?

Speaker B:

Und wenn ich mir dann dieses Ziel vor Augen führe und dann herleite, welche Schritte brauche ich dazu?

Speaker B:

Welche Gewerke brauche ich dazu, welche Verantwortlichen?

Speaker B:

Da sind wir wieder bei den Rollen und so weiter, dann kann ich das herleiten und kann auch konsequent diesen Weg gehen.

Speaker B:

Aber wenn ich das nicht habe, dann bin ich ja eigentlich wieder in der gleichen Situation wie vorher.

Speaker B:

Wir tun etwas, damit wir was getan haben.

Speaker B:

Und im besten Fall KI draufschreiben können, weil dann freuen sich alle, ob das funktioniert, ob das sinnvoll ist, ob das uns ein Problem löst.

Speaker B:

Das spielt eigentlich gar keine Rolle.

Speaker B:

Hauptsache steht KI drauf und so das Gleiche mit Digitalisierung Und dann haben wir das und das verwaltet.

Speaker B:

Du kennst ja mein Lieblingsbeispiel hier von der Münchner Polizei, wo du diesen QR Code scannst und dann kein Payment dahinter hast, sowas.

Speaker B:

Das ist einfach Quatsch.

Speaker B:

Da ist das Ziel gar nicht gegeben gewesen, sondern das eigentlich war das Ziel, digitalisier das mal.

Speaker B:

Und das ist nicht sinnvoll.

Speaker A:

Das finde ich total spannend, weil ich sage mal in meinen operativen Metiers, wo ich auch sehr viel auch mit Kommunen natürlich zusammenarbeite, wenn ich dir jetzt mal dein Beispiel nehme und sage, was wäre denn aus organisatorischer Sicht das gewesen?

Speaker A:

Das wäre wahrscheinlich, das ist wahrscheinlich ein internes Projekt gewesen, wo es darum geht, dem Bürger, wenn er ein Knöllchen bekommt, den Zahlungsprozess zu vereinfachen.

Speaker A:

Ich sage mal so, als Auftrag hätte jemand als Digitallotse, der vielleicht im Fachbereich die Verantwortung dazu hat, eine Ausbildung durchlaufen, hätte er folgende Frage gestellt.

Speaker A:

Was ist eigentlich das Ziel dieses Projektes und was nicht?

Speaker A:

Und welche Komponenten gehören dort rein und welche nicht?

Speaker A:

Und ich schwöre dir, niemand hätte gesagt, ach ja, übrigens bezahlen brauchst du damit gar nicht oder ging richtig.

Speaker A:

Und das sind so Kleinigkeiten, wo ich auch merke, diese so und das hat auch was mit Verantwortung zu tun.

Speaker A:

Ich mache mal ein Beispiel.

Speaker A:

Wenn ich Digitallots bin im Jugendbereich und ich kriege ein Projekt, wo es darum geht, dass in meinem Jugendbereich besser gearbeitet wird, vielleicht durch ein neues Tool, eine kleine Software, vielleicht eine Prozessänderung, dann ist doch die Verantwortung nicht beim Digitalisierungsbeauftragten zentral, der das vielleicht gesamtheitlich steuert, sondern bei dir, der du tagtäglich damit arbeitest.

Speaker A:

Und dieses Verantwortungsbewusstsein ist bei vielen gar nicht präsent.

Speaker A:

Die ja, die Digitalisierung hat das ja verkackt und das gibt es doch nicht.

Speaker A:

Also ich frage mich, wie man auf solche Gedanken kommt.

Speaker B:

Ich verstehe es nicht genau, weil man eben den Horizont dazu nicht hat.

Speaker B:

Wir sind aber auch in einer Zeit gelandet, wo alle irgendwie ganz viel Meinung haben, aber keine Substanz dahinter.

Speaker B:

Das ist mit Sicherheit auch nicht anders.

Speaker A:

Genau, das ist so.

Speaker A:

Und deswegen, um das vielleicht jetzt auch schon mal so gedanklich zum Abschluss zu bekommen.

Speaker A:

Ich halte sehr viel davon.

Speaker A:

Natürlich ist mir das auch klar, dass das nicht in jeder Kleinstgemeinde mit 20 Einwohnern oder mit 20 Mitarbeitern geht, aber ich glaube, umso größer, umso schöner werden ja auch die Namen.

Speaker A:

Wahrscheinlich spricht man dann von Key Usern oder Power Usern oder weiß der Teufel was.

Speaker A:

Aber dass es diese dezentralen Ansprechpartner gibt, die überhaupt erstmal durchdringen, was machen wir überhaupt, was entfaltet überhaupt eine digitale Relevanz in unserer tagtäglichen Arbeit, die wir zum Teil aber gar nicht beeinflussen können, weil wir sie vielleicht einfach nur übergestülpt bekommen.

Speaker A:

Und wie können wir das Ganze an der Stelle auch aus unserer Sicht verbessern?

Speaker A:

Weil ich sage dir auch ganz ehrlich, ich kenne sehr viele Digitalisierungsbeauftragte, die sind so überlasst oder so überfordert, weil sie jeden Tag mit den Fachbereichen wie so eine, wie so eine Tingle Tour, wie so ein Klinkenputzer und sagen, was wollen wir denn machen, was können wir denn machen?

Speaker A:

Das ist so Push Push Prinzip.

Speaker A:

Anstatt dass der da sitzt, anstatt dass der da sitzt und sagt, einmal im Monat kommt ihr zu mir, ihr habt eure Ideen und dann geht's los.

Speaker A:

Ich verstehe es.

Speaker B:

Das wäre ein Traum.

Speaker B:

Aber ich glaube, da sind wir wieder bei Rollen, dann sind wir wieder bei Ego, dann sind wir wieder bei Aufgaben.

Speaker B:

Und jemand, der so eine Metaebene hat, ist ja eigentlich nicht dazu da, um dann zu delegieren, müsste aber an der Stelle einfach, und selbst wenn er es nicht im formal juristischen Sinne macht, das delegieren.

Speaker B:

Er müsste zumindest die Haltung einnehmen können.

Speaker B:

Das dann aber auch wieder eine Charakter oder eine Ausbildungsfrage.

Speaker B:

Also wenn wir beide uns da hinsetzen, wir können das in die Hand nehmen, weil wir Führungspersönlichkeiten sind.

Speaker B:

Das kann ja aber nicht jeder automatisch, nur weil er jetzt fachliche Ahnung hat.

Speaker B:

Das heißt, man muss als Digitallotse dann schon auch in der Lage sein, das Ding führen zu können.

Speaker A:

Ja, das ist, finde ich auch ganz spannend, weil diese Heterogenität, wer eigentlich bei uns im Land Digitalisierung macht, ist ja von bis.

Speaker A:

Also ich kenne Leute, die haben einen juristischen Background, die machen Digitalisierung.

Speaker A:

Ich habe Leute, die habe einen Wirtschaftsinformatiker Background, die machen Digitalisierung.

Speaker A:

Ich habe Leute, die haben einen Finanz Background, die machen DigitalisIERung.

Speaker A:

Ich habe Leute, die haben ein Orga, wo ich so denke, so ja, okay, ich würde jetzt mal behaupten, dass leider die, die wahrscheinlich juristisch geprägt sind, nicht die besten sind.

Speaker A:

Also meine Meinung dazu, vielleicht mache ich mir wieder irgendwie mache ich mir wieder den Schaden.

Speaker B:

Ich bin deiner Meinung, aber das ist.

Speaker A:

So mein Eindruck und ich.

Speaker B:

Und ich.

Speaker A:

Glaube, die so ein bisschen orgalastiger sind, die sind glaube ich so die einigen,.

Speaker B:

Die verstehen das auch unbedingt.

Speaker B:

Ich bin voll deiner Meinung.

Speaker B:

Was ich interessant finde, ist an der Stelle kurz ein Ausbrecher.

Speaker B:

Juristen gelten jetzt nicht so als die modernsten, die man sich vorstellen kann, aber so sehr wie die Disruption der KI hat, glaube ich, niemand verstanden als die Anwälte.

Speaker B:

Oh ja.

Speaker B:

Und die sind plötzlich über Nacht modern geworden.

Speaker B:

Das finde ich sehr interessant.

Speaker B:

Und ich meine, es ist halt einfach, also let's face it.

Speaker B:

Das, was Verwaltung ist, wir beide arbeiten damit, unser Umfeld, unsere Freunde und Kollegen arbeiten damit.

Speaker B:

Wir lassen sehr viele Sachen von der KI erledigen, wo du vorher Mitarbeiter hinsetzen musstest.

Speaker B:

Da habe ich einfach 17 KI Agenten sitzen und nicht 17 Menschen.

Speaker B:

Klar, gerade was Verwaltung betrifft, so wenn es dann um die Kreativität geht und wenn es dann um Gestaltung geht und wenn es dann um das Zwischenmenschliche geht, da habe ich meine Leute dafür, die will ich auch haben.

Speaker B:

Das will ich auch durch KI nicht ersetzen lassen.

Speaker A:

Absolut.

Speaker B:

Aber das, was Verwaltung ist, da müssen wir uns schon alle irgendwie so ein bisschen drum kümmern.

Speaker B:

Und jetzt wäre es ja nur sinnvoll, so einem Digitallotsen auch mal auf den Weg geben zu können, diese KI Geschichte.

Speaker B:

Das wird eine Realität sein.

Speaker B:

Und ich persönlich, wenn ich es mir aussuchen dürfe, ich würde es im Rechtswesen als erstes einsetzen, weil Staatsanwälte, Anwälte, Richter, die haben so übertrieben viel zu tun, dass du alles mit KI völlig vereinfachen könntest.

Speaker B:

Und ich meine da anzusetzen und zu sagen, pass auf, lasst uns mal anschauen, was könnten wir denn mit KI machen und was würde das in der Konsequenz für uns alle bedeuten, Weil es ja nicht so sein soll, dass dadurch die Arbeitsplätze weggehen, sondern die machen was anderes, vielleicht was Sinnvolleres oder was irgendwie.

Speaker B:

Du weißt, was ich meine.

Speaker B:

Und da wünsche ich mir persönlich so ein bisschen mehr Früherziehung quasi, wenn du so willst, Ich kenne kein besseres Wort jetzt dafür, aber du weißt, was ich meine.

Speaker A:

Das ist ja natürlich.

Speaker A:

Und wenn ich das jetzt mal wieder auch auf den Verwaltungsalltag übertrage, ist das natürlich.

Speaker A:

Das passt wie Faust aufs Auge.

Speaker A:

Stell dir vor, du hast einen ausgebildeten Digitallots, der weiß, was eine KI Technologie alles kann und der geht durch seinen Fachbereich.

Speaker A:

Und mit welchen Gesetzen arbeiten wir hier eigentlich jeden Tag?

Speaker A:

Mit welchen Urteilen?

Speaker A:

Wo steht das eigentlich?

Speaker A:

Wo haben wir die Kommentierung?

Speaker A:

Wo sind historische Daten, wo mal was entschieden worden ist?

Speaker A:

Wisst ihr, was wir machen, Leute?

Speaker A:

Wir bauen uns jetzt so einen eigenen Helferlein, der kann das und der hilft uns jeden Tag.

Speaker A:

Und diese Idee nehme ich zu meiner zentralen Digitalisierung und dann machen wir das nicht nur für unseren Bereich, sondern für alle.

Speaker A:

Das ist ja unfassbar.

Speaker B:

Unfassbar schon.

Speaker A:

Hast du schon Projekt entstanden?

Speaker A:

Fertig?

Speaker B:

Ja, richtig.

Speaker A:

Die Verwaltung ist ja durchsetzt von Rechtsetzung.

Speaker B:

Absolut.

Speaker A:

Das sind statische Daten, die verändern sich meistens nur im Gesetzgebungsverfahren alle paar Jahre.

Speaker A:

Ansonsten sind sie halt eindeutig.

Speaker B:

Ja, oder durch Urteile.

Speaker B:

Aber ich meine, das kannst du der KI geben und die ist extrem gut darin, diese Semantik zu verstehen und zu kombinieren.

Speaker B:

Ich würde fast behaupten, dass besser als ein Anwalt, wenn es in einem konzentrierten Setting beginnt.

Speaker B:

Also wenn du sicherstellen kannst, dass da keine Halluzination dabei ist.

Speaker B:

Und um mal ganz kurz einzunorden, wo stehen wir gerade bei der KI Entwicklung?

Speaker B:

Das könnte ja auch interessant sein, einmal kurz mitzubekommen.

Speaker B:

Du hast das mit Mystic mitbekommen, oder?

Speaker B:

Natürlich, natürlich.

Speaker B:

Kurz für alle, die zuhören.

Speaker B:

Wir sind mittlerweile auf dem Stand, dass die KI eine Schwachstelle gefunden hat, eine Schwachstelle in einem System in Linux.

Speaker B:

Das ist Open Source.

Speaker B:

Das heißt, jeder, der programmieren kann, kann darauf zugreifen und kann sich anschauen, wie ist der Code aufgebaut.

Speaker B:

Und eine jährige Schwachstelle zu Finden bedeutet, dass 27 Jahre lang der Best Profis diese Schwachstelle nicht gefunden haben in diesem System.

Speaker B:

Und die KI hat diese Schwachstelle jetzt entdeckt, woraufhin der Anbieter Entropic eben das wieder vom Markt genommen hat, Weil das würde ja bedeuten, dass jetzt jeder in der Lage ist, jede Schwachstelle in jeder Software zu finden, was nicht so schlau wäre, weil dann könnte ich ja jede Software da draußen hacken und deswegen haben die das wieder vom Markt genommen.

Speaker B:

Aber da sind wir technologisch gerade auf dem Punkt.

Speaker B:

Und ich meine jetzt ganz kurz mal einer KI zu sagen, mach mal Feld A in Feld B und ordne mal von links nach rechts.

Speaker B:

Das ist jetzt heute gar keine Rocket Science mehr.

Speaker B:

Und da das dann einfach jemand drüber geht und auch die Ängste nimmt.

Speaker B:

Ich stelle mir vor, Ich arbeite seit 15 Jahren in einer Behörde und ich arbeite gut, ich mag meinen Job, ich strenge mich an und dann kommt mir irgendeine KI da entgegen, die meinen Job vollständig reduzieren kann.

Speaker B:

Das macht doch auch Angst in mir.

Speaker B:

Da will ich doch jemanden da haben, der mir sagt, wie ist das?

Speaker B:

Wie können wir das machen?

Speaker B:

Wie behalte ich meinen Job oder auch meine Sinnhaftigkeit dahinter?

Speaker B:

Wie sorgen wir dafür, dass ich nicht mein komplettes Leben umstellen muss?

Speaker B:

Das ist ja auch Job quasi dieses dieses Digitallotsens oder Digital Lotsen Programms, wenn du so willst.

Speaker A:

Und da sind wir wieder am Anfang unseres Podcast.

Speaker A:

Das ist die Ersthelfer Aufgabe.

Speaker A:

Sensibilisieren, aufklären, Risiken natürlich auch adressieren, aber auch Chancen ermöglichen und vielleicht die englischen Ängste nehmen ist ein wesentlicher Teil.

Speaker A:

Und das hat mit Recht und Gesetz erstmal gar nichts zu tun.

Speaker B:

Überhaupt nicht.

Speaker A:

Und ich glaube, das ist so auch der Punkt, wenn ihr da draußen sowas macht, macht es nicht aus Gesetzes und fachlich getriebenen Gründen, sondern um wirklich den Menschen zu helfen.

Speaker A:

Das würde, glaube ich, allen guttun.

Speaker B:

Amen, Amen.

Speaker B:

Einfach Amen.

Speaker A:

In diesem Sinne wünschen wir euch einen fantastischen Tag, worüber uns hört.

Speaker A:

Bis bald und ciao.

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About the Podcast

Kannzler - Veränderung im Staatswesen
Ein Podcast für Staatsbedienstete, Unternehmer und Bürger
Der "Kannzler" Podcast ist eine inspirierende und aufschlussreiche Plattform, die sich der Veränderung und Modernisierung des deutschen Staatswesens widmet. Geleitet von Nils Brechbühler, einem ehemaligen Beamten mit tiefgreifenden Einblicken in die Staatsverwaltung, und Dan Bauer, einem renommierten Unternehmer und Senator im Senat der Wirtschaft, bietet der Podcast eine einzigartige Mischung aus Expertise und praktischer Erfahrung.

Nils Brechbühler, der mittlerweile in der Wirtschaft tätig ist, bringt seine Erfahrungen aus der Transformation der Staatsverwaltung ein. Er wird ergänzt durch Dan Bauer, der nicht nur als erfolgreicher Unternehmer, sondern auch als Vorsitzender der Kommission für Digitalisierung im Senat der Wirtschaft agiert. Beide sind zudem aktive Mitglieder des Fortschritt Centers Mittelstand, einer Organisation, die sich der Modernisierung Deutschlands und der Stabilisierung der Wirtschaft verschrieben hat.

Der Podcast zielt darauf ab, sowohl Anregungen für die Optimierung des Staatswesens zu geben als auch bestehende Prozesse kritisch zu reflektieren. Das Wortspiel "Kannzler" leitet sich vom Wort "Können" ab und soll verdeutlichen, dass alle Beteiligten die Fähigkeiten und das Know-how besitzen, um die anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

In einer Zeit, in der Effizienz und Innovation mehr denn je gefragt sind, stellt der "Kannzler" Podcast eine wichtige Ressource dar. Er richtet sich an Bürger, Unternehmen und Entscheidungsträger gleichermaßen und fördert den Dialog darüber, wie eine leichtere und effizientere Zusammenarbeit zwischen diesen Gruppen zum Wohl der gesamten Gesellschaft beitragen kann.

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Dan Bauer

Dan Bauer ist ein hoch geschätzter Multi-Unternehmer und Impact-Entrepreneur, bekannt für seine vielseitigen Beiträge zur nachhaltigen Wirtschaft und gesellschaftspolitischen Belangen. Neben seiner Rolle als Senator im Senat der Wirtschaft und als Vorsitzender der Kommission für die Digitale Zukunft ist Bauer auch der Initiator des IPDR Forums, dessen Schirmherrschaft das renommierte Max-Planck-Institut für Innovation innehat. Das Forum hat FRAND Guidelines entwickelt, die den Umgang mit standardessentiellen Patenten vereinfachen und die Wirtschaft nachhaltig fördern. Zudem hat er bahnbrechende Projekte wie die Mission TOP 5 und die bootstrap academy ins Leben gerufen, die speziell auf die Digitalisierung Deutschlands und den Mangel an IT-Fachkräften ausgerichtet sind.

Er ist ebenfalls der Gründer des Fortschritt Center Mittelstand, einer Plattform, die Führungskräften im Mittelstand durch Wissensaustausch und Mentoring Unterstützung bietet. In diesem Rahmen fungieren aktive Geschäftsführer und Vorstände als Mentoren, die ihre Expertise und ihr Wissen teilen. Sein zusätzliches Projekt WINGO bietet Führungskräften Sparring auf Augenhöhe, um sie bei ihren täglichen Herausforderungen zu unterstützen. Durch all diese Initiativen zielt Bauer darauf ab, einen nachhaltigen und erfolgreichen Wandel in der deutschen Wirtschaft voranzutreiben und eine solide, ausgewogene Zukunft für die Gesellschaft zu schaffen.